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Die  Bezugsgrößenkalkulation ist das Verfahren der Kostenrechnung zur Verrechnung der Gemeinkosten (in der Regel im Betriebsabrechnungsbogen). Die Division der sekundären Gemeinkosten einer Kostenstelle durch die Bezugsgrößenmenge (z.B. Maschinenminuten) ergibt einen Kostensatz (im Beispiel: sekundäre Kosten pro Maschinenminute). Multipliziert mit der Beanspruchung der Bezugsgrößeneinheit durch den Kostenträger (in der Regel ein Endprodukt) erhält man die Gemeinkosten je Kostenträgereinheit. Beispiel: Während einer Minute Maschinenlaufzeit entstehen 50 € Gemeinkosten (z.B. Abschreibung) in der Fertigungsstelle. Wird ein Produkt 4 Minuten in der Maschine bearbeitet, werden ihm 50/Minute • 4 Minuten = 200 € Gemeinkosten zugerechnet.